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Druckdaten mit Canva erstellen: Möglichkeiten und Grenzen

23. Juli
3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 28. Juli



Canva macht die Gestaltung von Flyern, Einladungen, Visitenkarten und anderen Druckprodukten besonders einfach. Vorlagen, Bilder und Texte lassen sich ohne umfangreiche Grafikkenntnisse schnell miteinander kombinieren. Für viele einfache Drucksachen ist Canva deshalb grundsätzlich gut geeignet.

Für ein professionelles Druckergebnis reicht eine ansprechende Gestaltung allein jedoch nicht aus. Auch das richtige Format, eine ausreichende Bildqualität, der Beschnitt und die verwendeten Farben spielen eine wichtige Rolle. In diesem Beitrag erklären wir Ihnen, wie Sie Druckdaten mit Canva richtig erstellen und bei welchen Produkten das Programm an seine technischen Grenzen stößt.


In diesem Beitrag


  • Für welche Druckprodukte Canva geeignet ist

  • Wo Canva an technische Grenzen stößt

  • Was bei CMYK und Sonderfarben zu beachten ist



  • Wie Sie Ihre Druckdaten in Canva richtig erstellen

  • Praxis-Tipps für druckfähige Canva-Daten

  • Häufige Frage


Für welche Druckprodukte Canva gut geeignet ist Canva eignet sich besonders für einfache und überschaubare Druckprodukte. Dazu gehören beispielsweise Flyer, Einladungen, Postkarten, Plakate, Speisekarten oder einfache Visitenkarten.

Voraussetzung ist, dass keine besonderen drucktechnischen Anforderungen bestehen. Wird das Produkt klassisch vierfarbig in CMYK gedruckt und enthält es keine aufwendigen Veredelungen oder Sonderfarben, können mit Canva durchaus gute Druckdaten erstellt werden.

Besonders praktisch ist Canva für alle, die Texte, Bilder und einfache grafische Elemente selbst gestalten möchten, ohne dafür ein professionelles Layoutprogramm bedienen zu müssen.


Wo Canva an technische Grenzen stößt Sobald ein Druckprodukt besondere Anforderungen erfüllen muss, reichen die Möglichkeiten von Canva häufig nicht mehr aus. Das betrifft beispielsweise:

  • HKS- oder Pantone-Sonderfarben

  • Weißdruck auf farbigen oder transparenten Materialien

  • Gold-, Silber- oder Metallicfarben

  • partiellen Lack oder andere Veredelungen

  • Stanzkonturen und spezielle Produktionslinien

  • eine genaue Kontrolle von Überdrucken und Farbseparationen

  • komplexe Broschüren, Kataloge oder Verpackungen

Solche Elemente müssen in professionellen Grafikprogrammen als eigene Farben, Ebenen oder technische Konturen angelegt werden. Nur so kann die Druckerei erkennen, welche Bereiche beispielsweise mit einer Sonderfarbe, einem Lack oder einer Stanzung ausgeführt werden sollen.


Kann Canva CMYK und Sonderfarben anlegen? Canva bietet inzwischen die Möglichkeit, Druck-PDFs im CMYK-Farbmodus auszugeben. Beim Herunterladen wählen Sie dafür das Dateiformat „PDF Druck“ und – sofern die Funktion in Ihrem Tarif verfügbar ist – das CMYK-Farbprofil aus.

Bei Sonderfarben muss jedoch unterschieden werden:

Eine HKS- oder Pantonefarbe kann in Canva optisch angenähert werden. Dazu können Sie einen passenden Farbwert beziehungsweise einen entsprechenden Hex-Wert verwenden. Dadurch kann die Farbe auf dem Bildschirm ähnlich aussehen.

Technisch handelt es sich danach aber weiterhin um eine aus CMYK aufgebaute Farbe. Es entsteht keine eigene Sonderfarbenplatte für die Druckmaschine.


Kurz erklärt

Eine echte Sonderfarbe wird in der Druckmaschine als separat angemischte Farbe eingesetzt. Sie wird nicht aus Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz zusammengesetzt, sondern erhält eine eigene Druckplatte.

Das ist beispielsweise notwendig, wenn eine Unternehmensfarbe besonders genau wiedergegeben werden soll oder wenn Gold, Silber, Neonfarben, Weißdruck oder Lack eingesetzt werden.

Canva kann eine solche Farbe optisch darstellen, aber nicht als eigenständige Sonderfarbe für die Druckproduktion ausgeben.

Benötigen Sie eine Sonderfarbe oder Veredelung, sprechen Sie deshalb am besten vor der Gestaltung mit Ihrer Druckerei. Häufig können die entsprechenden Elemente nachträglich professionell angelegt werden. Dafür sollten Logos und Grafiken möglichst zusätzlich als Vektordatei zur Verfügung stehen.



Häufige Fragen

Für einfache Flyer, Karten, Plakate oder ähnliche Produkte kann Canva gut verwendet werden. Bei Sonderfarben, Veredelungen, Stanzkonturen oder komplexen Druckprodukten empfehlen wir professionelle Grafikprogramme beziehungsweise die Aufbereitung durch unsere Druckvorstufe.

Ja. Canva bietet beim Export als „PDF Druck“ eine CMYK-Ausgabe an. Die Verfügbarkeit der CMYK-Option kann vom verwendeten Canva-Tarif abhängen.

Wichtig ist, dass CMYK nicht automatisch garantiert, dass jede Farbe genauso gedruckt wird, wie sie auf dem Bildschirm erscheint.Sie können die Farbe über einen vergleichbaren Farb- oder Hex-Wert optisch nachbilden. Sie wird dadurch jedoch nicht als echte Pantone- oder HKS-Sonderfarbe ausgegeben.

Für den Druck als separate Sonderfarbe muss das entsprechende Element in einem professionellen Grafikprogramm neu angelegt beziehungsweise von der Druckerei aufbereitet werden.

Diese Veredelungen benötigen normalerweise eine gesonderte Druckfarbe oder Produktionsform. Markieren Sie die gewünschten Bereiche eindeutig und sprechen Sie vorab mit uns.

Am besten stellen Sie die betreffenden Logos oder Grafiken zusätzlich als Vektordatei zur Verfügung.

Bei randabfallenden Motiven sollten umlaufend 3 Millimeter Beschnitt vorhanden sein. Bilder und farbige Flächen müssen bis über die angezeigte Beschnittlinie hinausreichen.

Am besten eignet sich eine als „PDF Druck“ exportierte Datei mit Beschnitt. Wählen Sie nach Möglichkeit das CMYK-Farbprofil und kontrollieren Sie die PDF vor dem Versand noch einmal.


Bereit für Ihr nächstes Druckprojekt?

Wir beraten Sie zu Papier, Farben und Veredelungen und bereiten Ihre Datei bei Bedarf für die Produktion auf. So wird aus Ihrer Canva-Gestaltung ein professionelles Druckprodukt.



 
 
 

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